Erneut toter Luchs aufgefunden

Der Fund eines toten Luchses im Berchtesgadener Land nimmt der LBV mit großer Bestürzung zur Kenntnis. Im Raum Berchtesgaden wurde seit Anfang 2016 immer wieder ein Luchs nachgewiesen, der regelmäßig die Grenze zwischen Österreich und Deutschland überquert hat - Luchs "Alus".  Dies ist ein gravierender Verlust für die Wiederbesiedlung des Alpenraums.

© Marcus Bosch

Wie der LBV aus zuverlässiger Quelle erfahren hat, deuten die Fundumstände darauf hin, dass der Luchs eindeutig durch menschlichen Einfluss zu Tode kam. Er wurde ohne Kopf und ohne Vorderpfoten geborgen. Der LBV fordert die nun eingeschaltete Polizei dringend dazu auf, schnellstmöglich die Ermittlungserkenntnisse zu diesem Fall zu veröffentlichen. Außerdem sollte sie alles dafür tun, mögliche Straftäter zu ermitteln.

Ermittlungen in schweren Fällen von Artenschutzkriminalität laufen nach Auffassung des LBV zum Teil zu langsam. So ist zum Beispiel nach einem dreiviertel Jahr immer noch nicht bekannt, welche Ergebnisse die Hausdurchsuchungen im Bayerischen Wald erbracht haben. Diese wurden eingeleitet wegen der Tötung von zwei Luchsen, deren abgetrennte Vorderbeine bei Cham gefunden worden waren.

Der LBV fordert die Polizeipräsidien angesichts des neuerlichen Fundes eines wahrscheinlich getöteten Luchses dazu auf, die Sensibilität bei den Mitarbeitern ihrer Dienststellen landesweit zu schärfen. Weiterhin wäre es dringend erforderlich, das Fachwissen zu diesem Thema kontinuierlich aufzubauen, mit dem Ziel, alle relevanten Spuren sichern, Täter überführen und solche Übergriffe zukünftig verhindern zu können.

Belohnung ausgesetzt

Die Gregor Louisoder Umweltstiftung und der WWF haben zudem eine Belohnung von 15.000 € ausgesetzt für Tipps, die zur Verurteilung eines möglichen Täters führen.

Zurück

Weitere Nachrichten

© Rosl Rößner

Erschreckende Bilanz: Geschützte Greifvögel in fünf Regierungsbezirken mit Carbofuran vergiftet

Nun haben LBV und Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) Gewissheit: in den Landkreisen Landsberg am Lech, Dillingen, Fürstenfeldbruck, Bad Kissingen, Schwandorf, Roth, Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, Ansbach, Cham, Kitzingen, Rhön-Grabfeld, Main-Spessart und Weißenburg-Gunzenhausen haben Kriminelle Giftköder ausgelegt, um möglicherweise gezielt Greifvögel zu töten. Das ist das Ergebnis aktueller Untersuchungen am Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und am Institut für Veterinärpharmakologie der LMU.

weiterlesen

© Markus Bosch

Zusammenarbeit zwischen Polizei und Artenschutz soll verstärkt werden

Anlässlich einer aktuellen zweitägigen Online-Fachtagung mit 70 Teilnehmer*innen aus dem In- und Ausland haben die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) und der bayerische Naturschutzverband LBV im Rahmen ihres gemeinsamen Projektes „Tatort Natur“ den Report über Naturschutzkriminalität in Bayern 2019-2020 vorgestellt.

weiterlesen

© Franziska Baur

Online-Tagung Naturschutzkriminalität

Am 15. und 16. April 2021 veranstalten Gregor Louisoder Umweltstiftung und LBV die Online-Tagung Naturschutzkriminalität, zu welcher wir Sie herzlich einladen. Diese Fortbildungsveranstaltung dient als breitgefächerte Plattform für den Expertenaustausch und Wissenstransfer rund um das hochbrisante Thema „Naturschutzkriminalität“.

weiterlesen

Essenziell

Essenzielle Cookies sind für den Betrieb der Webseite unbedingt erforderlich und können daher nicht deaktiviert werden.

Cookie-Informationen

Statistiken

Statistik-Cookies erlauben das Erfassen anonymer Informationen darüber, wie Sie unsere Webseite nutzen. Sie helfen uns dabei, Ihr Nutzererlebnis und unsere Inhalte zu verbessern.

Cookie-Informationen

Externe Medien

Externe Medien-Cookies erlauben das Laden von Medieninhalten aus externen Quellen. Sie können auch während des Besuchs der Webseite aktiviert werden, wenn Sie auf blockierte Medieninhalte stoßen.

Cookie-Informationen